Überbrückung

"... und wird eine Herde und ein Hirte werden."
Johannes 10, 16
"Wie zu einer Stadt aus ihrer Umgebung verschiedene Wege führen, so hat auch Gott verschiedene Mittel und Wege zur Führung des Menschengeschlechts."
Joseph Weißenberg 1905

"Johannische Christenheit, erkenne dein Ziel in der Überbrückung der Konfessionen durch die Liebe." Diesen Auftrag gab Joseph Weißenberg der Johannischen Kirche zu ihrer Gründungsversammlung am Reformationstag 1926. Die Prophezeiung Jesu aus dem Johannes-Evangelium 10, 16 "... und wird eine Herde und ein Hirte werden", war sein Leitwort. Seit Beginn seines religiösen Wirkens hatte Joseph Weißenberg mit Hilfe seiner Anhänger eine innere Reformation sowie die Überbrückung von katholischer und evangelischer Lehre angestrebt. Da dies in den großen Kirchen aber nicht erkannt wurde, gründete er 1926 die Evangelisch-Johannische Kirche nach der Offenbarung St. Johannes. Aufgrund seiner Lehre achten johannische Christen alle Religionen und Konfessionen als unterschiedliche Wege zu Gott.

Die Johannische Kirche und ihre Einrichtungen stehen allen Menschen, gleich welcher Herkunft oder religiösen Zugehörigkeit, offen, wenn sie das christliche Fundament akzeptieren. Wir freuen uns über Gäste ebenso wie über Menschen, die bei der Erfüllung der zahlreichen Aufgaben helfen wollen.

Die Johannische Kirche ist zur Zusammenarbeit mit allen Menschen guten Willens bereit. Ihre Räumlichkeiten können auch von anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften für Gottesdienste und Feiern genutzt werden.

Beteiligung am interreligiösen Dialog

AKR-Treffen im St.-Michaels-Heim
Der AKR trifft sich regelmäßig im St.-Michaels-Heim.

Die Johannische Kirche ist Gründungsmitglied der "Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften" in Berlin, in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In Berlin hat diese Arbeitsgemeinschaft gegenwärtig etwa 20 Religionsgemeinschaften als Mitglieder, die "in gegenseitiger Achtung ihrer Eigenständigkeit für die Werte und die Freiheit religiösen Wirkens gemeinsam eintreten" wollen. Das Berliner St.-Michaels-Heim ist häufig Gastgeber für Delegiertenversammlungen und andere Veranstaltungen der AKR. Seit 1998 findet auch das Interreligiöse Gesprächsforum der AKR in diesem Hause statt. Bei diesem Forum nehmen Vertreter unterschiedlicher Religionsgemeinschaften in einer Podiumsdiskussion zu einem ausgewählten Thema Stellung, so dass sich dem Gast Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Glaubensrichtungen erschließen.