Kirchenzentrum Waldfrieden

Religiöses Zentrum

Das Waldfriedengelände in Blankensee bei Trebbin beherbergt mit seiner markanten Doppelbogen-Festhalle (ca. 1200 qm) das größte Gotteshaus der Johannischen Kirche. Hier finden sonntags die Gottesdienste der Urgemeinde Friedensstadt statt. Zum Pfingstfest und während der johannischen Kirchentagswoche im August kommen hier johannische Christen, Glaubensfreunde und Gäste aus ganz Deutschland zusammen, um in der Gemeinschaft Kirche zu erleben.

Die Gestaltung des Innenraumes

Innenraum der Gottesdiensthalle
Der Innenraum der Gottesdiensthalle im Waldfrieden.

Der Altar an der Stirnseite ist ein kunstvolles Werk, das "alt" und "neu" phantasievoll verbindet und symbolischen Deutungen durch den Betrachter breiten Raum lässt. In dem dreifach gestaffelten Unterbau kann der Betrachter ein großes "W" - für den Namen Weißenberg - erkennen oder die umgekehrte Dachform des Gebäudes - als verbindende Brücke - oder eine Wasserwoge, die das "Schiff Kirche" trägt oder die Schale eines Kelches. Auf dem Altar befindet sich ein schlichtes Messingkreuz - davor die Luther-Bibel - und zwei Messingleuchter, dahinter, gleichsam aus dem Altar aufsteigend und parabelhaft in die Unendlichkeit weisend - eine weiße schmale Rückfront mit der Aufschrift: "GOTT IST LIEBE" Dieses Wort stammt aus dem 1. Johannes-Brief, Kapitel 4,16: "Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." Rechts und links davon ist das vertraute griechische Alpha und Omega zu sehen. Es verweist auf die Offenbarung St. Johannes (Kapitel 1,8): "Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der kommt, der Allmächtige."

Links vom Altar steht ein 4,9 Meter hohes Kruzifix aus Eichenholz, es trägt den lebensgroßen Christuskorpus - eine Nachbildung des italienischen Bildhauers Donatello (1386 - 1466). Es wurde im Jahre 1948 aufgestellt. Das früher dort befindliche Kruzifix wurde 1935 von der Gestapo abgesägt und zerhackt. Das Gotteshaus wurde danach von der SS als Lagerhalle und Reparaturwerkstatt für Militärfahrzeuge missbraucht.

Rechts vom Altar befindet sich eine Bronzebüste von Joseph Weißenberg. Sie wurde von dem Berliner Bildhauer Hans-Joachim Roszinski (1935-1969) geschaffen. Von diesem Künstler stammen auch die beiden Altarfenster. Auf der linken Seite ist das Kreuz Christi zu erkennen, umringt von den Gewalten des Todes und der Finsternis, die sich wie spitze scharfe Keile gegen das Kreuz richten. Doch das Licht der Erlösung schützt das Kreuz, die Parabel als Sinnbild der Öffnung zur Unendlichkeit umgibt - tröstend und verheißend - die Kreuzes-Szene.

Auf der rechten Seite sind Taube und Krone als Sinnbild des Wirkens des Heiligen Geistes in der Kirche zu erkennen. Die Dreieinigkeit Gottes wird durch das immer wiederkehrende Sphärische Dreieck dargestellt, zugleich wird auch hier parabelhaft die Hinwendung zur Unendlichkeit deutlich.

Eine "märchenhafte" Orgel

Im hinteren Bereich der Kirchenhalle steht die Jehmlich-Orgel. Sie hat zwei Manuale, 32 Register und 2.130 Pfeifen. Das kostbare Instrument wurde als "Opus 1001" von den Dresdner Orgelbauern im Jahre 1980 hergestellt. Seit Jahren zieht diese Orgel und ihr Klangreichtum namhafte Künstler und viele Besucher zu den Konzerten des Blankenseer Musiksommers.

Landhaus Waldfrieden

Vorderansicht des Landhauses Waldfrieden
Die Vorderansicht des Landhauses Waldfrieden.

Das "Landhaus Waldfrieden" hat seinen Namen vom ehemaligen Hotel "Waldfrieden", das sich bis 1945 an dieser Stelle befunden hatte. Das heutige Landhaus Waldfrieden war ein früheres Wirtschaftsgebäude dieses Hotels. Zug um Zug wurde es instandgesetzt und diente seitdem als Versorgungsgebäude bei Kirchenveranstaltungen. Das "Café Waldfrieden" im Obergeschoss war zu DDR-Zeiten gemütlicher Treffpunkt für Kirchen-Mitarbeiter.

Das Haus ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den historischen Ortskern von Blankensee oder in die vielfältige Natur der Seenlandschaft. Die Gäste sind zudem eingeladen, die markante Hallenkirche des Waldfriedengeländes zu besichtigen.