St.-Michaels-Heim

Kirchlich-soziales Zentrum in Berlin

"Friede dem, der kommt,
Freude dem, der hier verweilt,
Segen dem, der weiterzieht."

(Leitspruch des Hauses)

Die Bergpredigt
"Die Bergpredigt" - Brunnenplastik von Rolf Fässer (Foto: wp)

Das St.-Michaels-Heim ist ein "Haus der Kirche", das seit 1957 Mitglieder und Freunde der Johannischen Kirche vereint. Regelmäßig stattfindende Gottesdienste sind offen für jedermann. Der christliche Gedanke der praktizierten Nächstenliebe wird darüber hinaus in vielen Aktivitäten der größtenteils ehrenamtlich tätigen Mitglieder und Helfer der Johannischen Kirche deutlich. Es gibt Sprechstunden für Seelsorge, Ausrichtung und das Sakrament der geistigen Heilung. Auch Berufs- und Bewerbungsberatung wird vom Johannischen Sozialwerk e.V. auf dem Gelände des St.-Michaels-Heimes angeboten. Die Jugend hat mit ihren vielfältigen Gruppentreffen ebenso ihren Platz wie die verschiedenen Arbeits- und Interessengemeinschaften. Dazu gehören neben Diskussions- und Kulturkreisen auch Aktivitäten wie Tanzen, Gartenarbeit und textiles Gestalten.

Seit Jahrzehnten ist das St.-Michaels-Heim auch der Veranstaltungsort des johannischen Kirchentages, der immer in der Woche um den 24. August - der Geburtstag des Kirchengründers Joseph Weißenberg - stattfindet.

Seit dem Erwerb des St.-Michaels-Heimes als kirchliches und soziales Zentrum der Johannischen Kirche haben viele Menschen auch anderer Konfessionen oder Religionen den Weg in das Haus gefunden. Dabei sind Anwohner und Freunde, die das kulinarische Angebot oder die zur Entspannung einladenden Gartenanlagen nutzen ebenso willkommen, wie Personen des öffentlichen Lebens. So besuchten unter anderem die jetzige Bundeskanzlerin Angela Merkel, der langjährige Bürgermeister Berlins Eberhard Diepgen oder Propst Heinrich Grüber (1891-1975) das St.-Michaels-Heim und zeigten sich interessiert an der Arbeit am Nächsten, die im Hause verrichtet wird.

Im Herbst 1997 feierte die "Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften" (AKR) hier ihr fünfzigjähriges Bestehen. Sie ist als eine der wenigen Organisationen in Berlin nicht nur interkonfessionell, sondern interreligiös tätig. Sie versteht sich als genereller Ansprechpartner in religiösen Fragen. Die Bedeutung eines Gesprächs über konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg könne nicht hoch genug angesehen werden, machten die drei Gastredner der Jubiläumsveranstaltung deutlich. Zu ihnen gehörte Bremens Bürgermeister a. D. Hans Koschnick, der über seine Erfahrungen als EU-Kommissar in Mostar berichtete. Auch Barbara John, Berlins langjährige Ausländerbeauftrage, konnte die AKR damals für einen Festvortrag gewinnen.