Eine Zeit der Veränderung

Rückblick auf das Erntedankfest auf Gut Schönhof


Festlich war auf Gut Schönhof der Altar gedeckt. (Foto: W. Pohl)

Eine festlich geschmückte Halle, fröhliche Helfer und ein umfangreiches Programm sowie regionale und exotische Gastronomie begrüßten am letzten Septemberwochenende die zahlreichen Besucher des Erntedankfestes auf Gut Schönhof.

Den musikalischen Auftakt bestritt am Freitag, dem 28. September, die Waischenfelder Blasmusik, ein Ensemble, das seit Jahren zum festen Bestandteil des dreitägigen Erntedankfestes gehört. Trotz der teilweise recht weiten Anreise kamen noch etliche Besucher am ersten Abend auf Gut Schönhof zusammen.

Am Samstag, dem 29. September, skizzierte Prediger Andreas Schmetzstorff in seinem öffentlichen Vortrag der Schule für Geisteswissenschaft eine Zeit der Umbrüche, in der sich auch Gut Schönhof befindet. Grundlage für eine notwendige Neuausrichtung seien Worte Joseph Weißenbergs zur Landwirtschaft sowie Worte Frieda Müllers, die sie aus verschiedenen Anlässen für die Arbeit auf Gut Schönhof geäußert hat.

Im Anschluss konnten die Gäste beim traditionellen Weißwurst-Frühschoppen fröhliche Gemeinschaft, zünftige Blasmusik mit Manni und seinen Rebellen und herrliches Sonnenwetter erleben und genießen. Verschiedene Wanderungen oder eine Bustour für die Großen, ein umfangreiches Spielprogramm für die Kleinen erfreuten am Nachmittag. Der Laternenumzug am Abend war für Jung und Alt wieder eine große Freude, und den Einzug in die Festhalle begleiteten die Juramusikanten mit Big-Band-Sound. Diese Musiker sind ebenfalls ein fester Bestandteil des Erntedankfestes.

Bis Mitternacht dauerte der "Tanz unter dem Erntekranz", und wer am Sonntagmorgen die Festhalle betrat, die zum Erntedankgottesdienst wieder vortrefflich eingerichtet worden war, konnte sich vorstellen, wie fleißig und lange die Helfer daran gearbeitet haben müssen. Nach der Predigt von Johannes Marek, der Verteilung der gesegneten Brote und Früchte und den Grußworten der Bürgermeister von Waischenfeld und Gößweinstein wandte sich Prediger Andreas Schmetzstorff noch einmal an die Festgemeinde:

"Liebe Gäste, dieses Erntedankfest ist ein besonderes, denn es ist das letzte Erntedankfest, zu dem unser Bruder und Bauer Gottfried Maurer mit Gottes Hilfe die Ernte eingefahren hat. Ich möchte nicht viele Worte machen, ich möchte aber die ausgestreckte Hand auch von Ihnen aufnehmen und darum bitten, dass wir auch weiterhin in Freundschaft und Zusammenarbeit die Zukunft dieses Hofes führen werden. Wir werden die Freundschaft in Zukunft mehr denn je brauchen. Und um ein Zeichen zu setzen, dass wir den Bauernstand ehren und die über gut 35 Jahre gut geleistete Arbeit, möchte ich bitten, dass wir uns achtungsvoll einmal kurz von den Plätzen erheben. Gott segne alle Herzen, die guten Willens sind." –

Bewegt von Wort und Segen und erfreut von Gastfreundschaft und sonnigem Wetter genossen die Gäste den weiteren Tag auf Gut Schönhof, bis sie sich wieder auf ihren Heimweg machten.

Rainer Gerhard